Sonntag, 21. Mai 2017

Und jetzt lass uns tanzen




Autorin: Karine Lambert

Titel: Und jetzt lass uns tanzen

Verlag: Diana Verlag

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3453291913

ISBN-13: 978-3453291911

Größe: 13,50cm x 2,60cm x 20,50cm

Erschienen: 06.03.2017

Genre: Roman

Seitenzahl: 224 Seiten



Danksagung  

Ich danke dem Diana Verlag und dem Randomhouse Verlag für dieses Rezensionsexemplar. Es war mir eine Freude das Buch zu lesen.  

Klappentext 

Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?

Gestaltung

Das Cover ist in meinen Augen total ansprechend. Zwei Menschen, die auf einem Seil balancieren, das zwischen zwei Hochhäusern gespannt ist. Dazwischen ein schönes, kräftiges Hellblau.

Protagonisten

Marguerite/Maguy

Marguerite ist eine zurückhaltende alte Dame, die vor kurzem ihren Ehemann verloren hat. Er war sozusagen ihr Anker, ihr roter Faden im Leben. Richtig geliebt hat sie ihn aber irgendwie doch nicht so richtig. Alles war sehr strukturiert.

Marcel

Marcel ist ein alter Herr, der seine große Liebe bei einem tragischen Unfall auf einer Reise verloren hat. Er ist spontan und witzig und ich habe ihn sofort in mein Herz geschlossen.

Frédéric
Frédéric ist Maguys Sohn. Er versucht nach dem Tod seines Vaters für seine Mutter da zu sein und alles in geordneten Reihen weiterlaufen zu lassen. Dabei übertreibt er zum Teil etwas mit seiner Fürsorge. Er ist verheiratet mit Carole und hat mit ihr einen Sohn, der Ludovic/Ludo heißt.

Manou
Sie ist die Tochter von Marcel und will für ihren Vater nur das Beste. Sie ist Ludovics Lehrerin.

Fazit

Insgesamt habe ich 2 Tage gebraucht, um das Buch zu lesen. Es hat mich zwar nicht vom ersten Moment mitgenommen, aber danach hat es mich nicht mehr losgelassen. Ich wollte auf jeden Fall wissen, wie es weiter geht, ob die beiden sich näher kommen oder nicht und ob das Schicksal, dass sie auf so seltsame Art und Weise zusammen geführt hat, ein Happy-End für die beiden bereit hielt oder nicht.

Für mich ist das Buch schon etwas Besonderes. Es ist keine klassische Liebesgeschichte und im Grunde ist es wahnsinnig interessant mitzuerleben, wie sich Menschen im hohen Alter, trotz eingefahrenen Lebensweisen dennoch näher kommen können.

Besonders berührt hat mich eigentlich Marguerite. Ich habe so viel Mitgefühl für sie empfunden. Mit 78 Jahren verliert sie ihren Ehemann (einen angesehenen Notar) und stellt fest, dass sie ihr ganzes Leben mit einem Mann verbracht hat, den sie im Grunde nicht wirklich geliebt hat. Der sie eigentlich in einem goldenen Käfig ohne eigenen Spielraum und ohne Freiheiten eingesperrt hat. Nun steht sie mit 78 Jahren vor den Trümmern ihres Lebens. Ihr Sohn Frédéric ist viel zu beschützerisch und versucht ihrer Mutter dieselbe Stabilität und Rahmenbedingungen zu bieten, wie es zuvor sein Vater getan hat. Dabei merkt er überhaupt nicht, dass es nicht das ist, was seine Mutter nun braucht.

Sie fährt nun zur Kur, was ihrem Sohn zutiefst widerstrebt. Dort lernt sie Marcel kennen und wird sich umso mehr bewusst, dass sie ihr ganzes Leben einem Mann geopfert hat, der sie in einem goldenen Käfig gehalten hat. Sie konnte nie sie selbst sein oder tun und lassen, wonach ihr war. Mit Marcel schein nun alles so einfach zu sein.

Alles in Allem ist dies eine überaus bezaubernde Geschichte. Sie lässt einen hoffen (ja ich kann Fiktion von Realität unterscheiden), dass es auch im hohen Alter noch ein Happy-End geben kann. Man muss es nur zulassen und wirklich wollen.
Mich hat es nur erneut in meiner Meinung bestärkt sich nicht in einer Beziehung jemandem zu unterstellen und zu machen, was der Partner von einem erwartet. Es bringt nichts eine Beziehung einzugehen, in der man sich nicht wohlfühlt und mit der man eigentlich nur wertvolle Zeit verschwendet. Zeit, in der man einen zauberhaften Partner kennenlernen kann oder einfach nur viele schöne Momente mit guten Freunden erleben kann.


*~*~Patricia~*~*

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