Mittwoch, 22. Februar 2017

Too late - Colleen Hoover



Autor: Colleen Hoover

Titel: Too late
 
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (19. November 2016) 

Sprache: Englisch 

ISBN-10: 1540324168

ISBN-13: 978-1540324160 

Größe: 14,00cm x 2,30cm x 21,60cm

Erschienen: 19.11.2016

Seitenzahl: 394 Seiten

Achtung! Das Buch ist nicht für Minderjährige geeignet.




Klappentext

Sloan will go through hell and back for those she loves. And she does, every single day. After finding herself stuck in a relationship with the dangerous and morally corrupt Asa Jackson, Sloan will do whatever it takes to get by until she's able to find a way out. Nothing will get in her way. Nothing except Carter. Sloan is the best thing to ever happen to Asa. And if you ask Asa, he'd say he's the best thing to ever happen to Sloan. Despite Sloan's disapproval of Asa's sinister lifestyle, he does exactly what he needs to do in order to stay a step ahead in his business. He also does exactly what he needs to do in order to stay a step ahead of Sloan. Nothing will get in his way. Nothing except Carter.

Übersetzung


Sloan würde durch die Hölle gehen für die, die sie liebt. Und das tut sie. Jeden einzelnen Tag. Nachdem sie sich in eine Beziehung mit Asa Jackson manövriert hat, die gefährlich und moralisch verwerflich ist, ist sie bereit alles zu tun, was nötig ist, bis sie einen Ausweg gefunden hat. Nichts kommt ihr in den Weg. Nichts, außer Carter. Sloan ist das Beste, was Asa jemals passiert ist. Und wenn man ihn fragen würde, würde er sagen, er sei das Beste, was Sloan jemals passiert ist. Asa’s Lebenswandel missfällt ihr, dennoch macht er alles, um in seinem Business immer einen Schritt voraus zu sein. Genauso, wie er alles daran setzt, um Sloan einen Schritt voraus zu sein. Nichts kann ihm in den Weg kommen. Nichts außer Carter. 
 

Gestaltung

Das Cover ist relativ schlicht gehalten. Viele verschiedene Rottöne bilden den Hintergrund auf dem in großer schwarzer Schrift der Titel steht. Das Cover wirkt auf den ersten Blick etwas erdrückend und auch düster. Dies passt unheimlich gut zum Inhalt des Buches.

Protagonisten

Sloan 
Die Hauptprotagonistin ist Sloan. Sie ist in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen und hat sich aus reiner Nächstenliebe ihrem Bruder gegenüber in eine Zwickmühle manövriert, aus der sie so leicht nicht heraus kommt. Sie ist unheimlich empathisch und gutmütig. Man kann sie auch als wahnsinnig mutig beschreiben, denn sie nimmt Bürden auf sich, die „normale Menschen“ vermutlich nicht verarbeiten könnten.

Carter
Der Hauptprotagonist ist Carter. Er lernt Sloan im Spanischkurs der Uni kennen und arbeitet für Asa. Er ist verdeckter Ermittler und soll den Drogenring um Asa herum auffliegen lassen. Dabei kommt er Sloan gefährlich nahe.

Asa
Ein weiterer Hauptprotagonist ist Asa. Er hat den größten Drogenring im Umkreis und versorgt Studenten an Sloans Universität mit Drogen. Er ist schizophren, paranoid, unberechenbar und verhaltensgestört.

Dalton
Dalton ist ein Nebenprotagonist. Er ist ein Kollege von Carter, der auch undercover gegen den Drogenring von Asa ermittelt.


Inhalt


Sloan ist Studentin und hat kein Geld, um die Pflege ihres behinderten Bruders zu finanzieren. Die staatlichen Bezüge wurden eingestellt, daher hat sie sich widerwillig auf die Beziehung zu Asa eingelassen, der ihr angeboten hat die Bezahlung zu übernehmen. Durch seinen Drogenring verdient er viel Geld.
Sloan lernt in der Universität einen neuen Kommilitonen kennen, der sich als „Mitarbeiter“ von Asa herausstellt. Sie ist zunächst darüber enttäuscht, dass Carter für Asa arbeitet, freundet sich jedoch schnell mit ihm an. Die beiden kommen sich immer näher, verstehen sich gut.Carter findet heraus, dass Sloan nicht ganz freiwilligbei Asa ist, aber aufgrund ihres Bruders nicht aus dieser Zwickmühle herauskommt.
Als Sloan erfährt, dass Carter ein Undercoveragent ist, der gegen das Drogen-Business von Asa ermittelt,flammt in ihr die Hoffnung auf, dass Carter ihr möglicherweise aus der Situation heraushelfen kann.
Als die beiden sich immer näher kommen und sich eingestehen, dass da mehr als Freundschaft ist, wird die Lage sehr prekär. Sie begeben sich in große Gefahren. An der Stelle möchte ich eigentlich gar nicht mehr verraten.
 


Fazit

Wo soll ich anfangen? Colleen Hoover hat mich wieder gepackt. An einer anderen Stelle. Sie hat mich zerstört. Sie hat mich fertig gemacht. Ich hatte Schwierigkeiten das Buch überhaupt aus der Hand zu legen. Jede freie Sekunde habe ich zum Lesen genutzt. Dieses Buch ist bei Weitem nichts für schwache Nerven. Es ist spannend vom Anfang bis zum Ende.

Es wird aus 3 Perspektiven erzählt.

Zum einen aus Sloans Sicht. Es wird umso mehr deutlich, wie stark diese Frau ist, wie leidensfähig sie ist. Ihre Gedanken zeigen einfach wie aufopferungsvoll sie alles über sich ergehen lässt, nur um ihrem Bruder die bestmögliche Pflege zu ermöglichen.

Es wird auch aus Carters Sicht erzählt. Es ist einem von Anfang an bewusst, wie er über Sloan denkt, was er fühlt, wenn er in ihrer Nähe ist. Er will sie  da raus holen und bringt sich selber und die ganze Ermittlung in Gefahr. 

Die dritte Erzählperspektive ist Asas. Es fiel mir immer wieder schwer, seine Kapitel zu lesen. Ich habe jedes Mal gedacht „nicht schon wieder“, als ich die Seite umdrehte und dort „Asa“ stand. Diese Kapitel waren die schwersten im ganzen Buch. Man fragt sich immer wieder, wie krank kann ein menschliches Hirn funktionieren? Wie kann jemand so rücksichtslos, unreflektiert, egoistisch, brutal, paranoid und doch so zerbrechlich sein? Wie kann er so ungerechte Gedanken haben? Ich habe echt Momente gehabt, in denen ich ihm gerne meine Meinung gegeigt hätte, was mich dann vermutlich mein Leben gekostet hätte. Mir ist beim Lesen immer wieder die Frage in den Sinn gekommen, wie kann Colleen sich so viel ausdenken? Woher nimmt sie das alles? 

Die Charaktere waren so gut gemacht. Asa in seiner kranken eigenen psychotischen Welt, Sloan in ihrer Hölle ohne gestorben zu sein und dann Carter. Der Silberstreif am Firmament der Handlung. Die ganzen 385 Seiten konnte ich mich nicht entspannen. Ich konnte nicht, denn Colleen war in diesem Buch so unberechenbar, es hätte auch echt das krankste Ende aller Zeiten kommen können. Ich meine, man liest und liest und auf einmal kommt dann die Seite 255 und dort steht ENDE und man denkt sich – Moment! Wie war das nochmal? Das Buch hat doch noch über 130 Seiten! Dann hat sie einfach einen 130 seitigen Epilog geschrieben. Vor der Tatsache, dass sie das Buch natürlich kapitelweise auf Wattpad veröffentlicht hat, haben sich bei den Lesern vermutlich so viele Fragen ergeben, dass sie immer weiter und weiter schrieb. 
Was ich am Buch am meisten bewundert habe ist Sloans Stärke. Immer wieder habe ich mich gefragt, wann bricht diese Frau? Wie viel kann sie noch aushalten? Ich wünschte ich wäre so stark wie sie. Meist muss man jedoch im Inneren so stark gebrochen sein, um diesen Qualen, denen sie ausgesetzt war, überhaupt standhalten zu können. 

Es ist so anders, als andere CoHo Werke. Es ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache. Ich mochte es, obwohl es etwas anderes war. Die Altersempfehlung von 18 ist überaus nachvollziehbar, da Dinge in diesem Buch geschehen, die für Minderjährige schwer zu verarbeiten sind.

Ich bin auch noch nicht darüber hinweg. Meine sehr gute Freundin, die das Buch weit vor mir bei Wattpad gelesen hat, sagte auch, dass es durchaus vorteilhaft war, dass sie dort nur kapitelweise in größeren Abständen lesen konnte. Im Nachhinein denke ich, dass es mir vielleicht auch gut getan hätte. Ich weiß nicht, wie ich das verarbeiten soll, ich habe auch das Gefühl mein Fazit dreht sich im Kreis.

Ich für meinen Teil weiß aber, dass ich es gut geschrieben fand. Ihr Stil ist halt einmalig gut. Im Grunde könnte man mir jedes ihrer Werke vorlegen. Ich würde vermutlich alles von ihr lesen, auch wenn es um rosa Bären geht. *Fangirlmodus aus*.

Naja wie auch immer. Ihr solltet es lesen, wenn ihr englisch lest. Ich weiß nicht ob eine Übersetzung geplant ist.

Achja, und bevor ich das vergesse: Sorry, dass die Inhaltsangabe so kurz ist, ich hatte Angst zu spoilern.



*~*~Patricia~*~*




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